Wie schätzt man den Preis eines nicht bebaubaren Grundstücks?

Was ist ein nicht bebaubares Grundstück?

Ein nicht bebaubares Grundstück ist ein Grundstück, für das es keine gesetzlichen Genehmigungen gibt, die eine Überbauung zulassen. Hierfür gibt es mehrere Gründe:

  • Das Grundstück muss geschützt werden, weil es als Natur- oder Landwirtschaftsgebiet eingestuft wurde oder weil sich historische Gebäude oder zu erhaltendes Denkmal darauf befinden.

  • Das Grundstück gilt als Risikozone, wie z. B. Überschwemmungsgebiet.

  • Das Grundstück kann aufgrund städtebaulicher Vorschriften nicht genutzt werden, z. B.: ein zu kleines Grundstück würde den Bau eines Gebäudes nicht zulassen, das die Grenzen der Nachbargrundstücke respektiert (um die Privatsphäre der Nachbarn zu wahren) oder das Grundstück hat einfach keine Zufahrtsstraßen.

Der Boden kann das Gewicht einer Konstruktion nicht tragen.

Woher wissen Sie, ob ein Grundstück bebaubar ist oder nicht?

Ob ein Grundstück bebaubar ist, können Sie im Bebauungsplan nachlesen.  Den Bebauungsplan kann man beim Bauordnungsamt, der Gemeindeverwaltung, dem Stadtplanungsamt und in manchen Gemeinden auch online einsehen.

Erfahren Sie hier mehr über die Schätzung von Grundstücken nach dem Bebauungsplan.

Wie schätzt man ein Grundstück, das nicht bebaut werden kann?

Um ein Grundstück zu bewerten, müssen Sie zunächst feststellen, ob Ihr Grundstück aufgrund seiner Beschaffenheit gänzlich unbebaubar ist, ob es nur für bestimmte Zwecke genutzt werden kann (wie z.B. wertvolle landwirtschaftliche Nutzfläche). Es kann auch sein, dass der Grund umgewidmet werden könnte, dann könnten Sie einen einen Antrag auf Umwidmung in Betracht ziehen.

1. Ihr Grundstück ist aufgrund seiner Beschaffenheit nicht bebaubar (Verschmutzung, Erdrutschgefahr, natürliche Zwänge oder in Verbindung mit städtebaulichen Vorschriften). 

Der Preis Ihres Grundstücks wird sich nach dem Preis von Angebot und Nachfrage richten. Das heißt, Sie können die Preise ähnlicher Grundstücke in Ihrer Nähe ermitteln und den Preis entsprechend seiner Vorzüge und Mängel anpassen. Einige Elemente, die Ihnen helfen können, den Wert Ihres Grundstücks zu erhöhen:

  • Lage: Je näher Ihr Grundstück am Stadtzentrum liegt und je einfacher es zu erreichen ist, desto mehr potenzielle Käufer wird es anziehen.

  • Beschaffenheit: Der Boden sollte nicht verschmutzt, schlammig oder felsig sein. Wenn er schwer zu erschließen ist, wird das Land weniger Wert haben. Andererseits kann das Land, wenn es ein natürliches Merkmal besitzt, das nützlich ist, wieder an Wert steigen ( z. B. ein Wasserlauf für die Nutzung als Erholungsgebiet)

  • Der Verwendungszweck: Der Wert eines Grundstücks steigt entsprechend seiner Nutzung und dem möglichen Nutzen, den es bringt. Sie können Ihr unbebaubares Grundstück auf vielfältige Weise nutzen und sogar Mieteinnahmen erzielen. Erschwert wird die Verwendung, wenn es sich noch dazu um ein nicht erschlossenes Grundstück handelt.

2.  Ihr Grundstück ist bebaubar, wurde aber von der Gemeinde nicht entsprechend eingestuft.

Sie können einen Antrag bei der Gemeinde stellen, um das Grundstück umwidmen zu lassen. Es ist ratsam, mit dem Verkauf Ihres Grundstücks zu warten, bis es als Bauland eingestuft wird, denn eine neue Einstufung kann den Preis eines Grundstücks im Durchschnitt um 20 bis 30 % erhöhen, manchmal sogar um 100 %. Sehen Sie in diesem Fall, wie Sie den Preis eines Baugrundstücks schätzen können.

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